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Pablo Neruda (Neftali Ricardo Reyes Basualto)

*12.Juli 1904 in Parral † 23.September 1973 in Santiago de Chile

kurzvita (für die ganz eiligen ;))

Stationen u.a.: Sohn eines Lokomotivführers. Wächst als Halbwaise auf. Schreibt schon als 15jähriger Gedichte, Sonette, Balladen und freie Verse. Professor in Santiago. Diplomat in China, Japan, Indien. Konsul in Madrid, Chile, Mexiko. Im Exil in Europa und der Sowjetunion wegen des KP-Verbots in Chile. Ab 1970 chilenischer Botschafter in Paris. Nobelpreis für Literatur, 1971.

C H R O N O L O G I E *

12. Juli 1904 Geburt von (Ricardo Eliecer) Neftalí Reyes (Basoalto) in Parral (Südchile) als Sohn des Lokomotivführers José del Carmen Reyes und der Volksschullehrerin Rosa Neftalí Basoalto.
Seine Mutter stirbt sechs Wochen nach seiner Geburt an Tuberkolose.
1906 Umzug des Vaters nach Temuco (Südchile) und zweite Ehe mit Trinidad Candia Marverde.
1910 - 1920 Besuch des Knabengymnasiums in Temuco,

1915 In einem ersten (erhaltenen) lyrischen Versuch (auf einer Postkarte an seine "mamadre") schreibt er:

From a region of golden landscapes
Chosen by me
for you, my dear mother
this humble postcard.
Neftalí.

Es folgen erste Gedichtveröffentlichungen in lokalen Zeitungen.

1916 ermutigt ihn -die damalige Leiterin des Mädchengymnasiums von Temuco und spätere chilenische Nobelpreisträgerin- Gabriela Mistral (1889-1957) weiter Gedichte zu schreiben.

1920 Entscheidet er sich für das Pseudonym Pablo Neruda, nach dem tschechischen Autor Jan Neruda.
1921 Begibt sich zum Studium der Pädagogik (und Französisch) ans Lehrerkolleg nach Santiago de Chile.
Mitarbeiter verschiedener Zeitschriften, Dichterlesungen und Einzelveröffentlichungen.
Hauptpreis der nationalen chilenischen Studentenföderation für sein Gedicht Das Lied des Feste (La canción de la fiesta)
1923 Veröffentlicht sein erstes Buch Morgen- und Abenddämmerungen (Crepusculario), das er allerdings selbst finanziert.
1924 Erstveröffentlichung der Zwanzig Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung (Viente poemas de amor y una cancion desesperada).
(Avanciert trotz zögerlicher Kritiken schnell zum Bestseller und ist gerade beim jungen Publikum -wohl aufgrund der ausgeprägten Sinnlichkeit- sehr beliebt und die Verse in aller Munde.)
1925-1926 Versuch des unendlichen Menschen (Tentativa del hombre infinito, 1926), Der Einwohner und seine Erwartung (El habitante y su esperanza, 1925) und Ringe (Anillos, 1926).
1926 schließt er außerdem seine Ausbildung zum Französischlehrer ab.
1927 Tritt in konsularischen Dienst.
1927-32 Chilenischer Honorarkonsul in Rangun (Burma), Colombo (Sri Lanka), Batavia (Java) und Singapur.
In der Zeitung "La Nación" in Santiago erscheinen regelmäßig seine Reisechroniken (Crónicas de Viaje) aus Fernost.
1929 Schreibt am Aufenthalt auf Erden 1 (Residencia en la tierra 1925-1931).
Wird Berater des Panhindischen Kongresses.
1930 Hochzeit mit der niederländisch-javanesischen Kreolin Maria Antonieta Hagenaar Vogelzanz.
1932 Als Folge der Weltwirtschaftskrise verliert Neruda seinen Konsularposten.
Rückkehr nach Chile.
1933 Erstausgabe von Der rasende Schleuderer (El hondero entusiasta) -zehn Jahre nach der Abfassung-, zweite und definitive Ausgabe von Zwanzig Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung (Viente poemas de amor y una cancion desesperada) und Erstausgabe von Aufenthalt auf Erden (Residencia en la tierra. 1925-1931), in dem sich seine Einsamkeit und Depression während seiner Amtszeit in Asien deutlich niederschlägt.
Wird chilenischer Konsul in Buenos Aires.
Erste Begegnung mit Federico García Lorca.
1934 Chilenischer Konsul in Barcelona.
Geburt seiner (kranken)Tochter Malva Marina (Frühgeburt, litt an einem Wasserkopf).
Lernt die Argentinierin und Malerin Delia del Carril kennen und lebt fortan mit ihr zusammen.
1935 Konsul in Madrid, wo er - befreundet mit Spaniens junger Dichtergeneration Garcia Lorca, Alberti, Guillèn- am kulturellen Leben des republikanischen Spaniens teilnimmt.
Publikation von Aufenthalt auf Erden 2 (Residencia en la tierra. 1931-1935) und der Zeitschrift "Caballo Verde para la Poesia" (Grünes Pferd für die Dichtung).
1936 Nach dem Putsch General Francos (18.7.) gegen die spanische Volksfrontregierung und der Ermordung Garcia Lorcas (19.8.) bezieht Neruda Partei gegen die Putschisten und solidarisiert sich mit dem antifaschistischen Kampf. Wegen "Verstoßes gegen die Neutralität" wird er seines Postens enthoben.
Neruda begibt sich nach Paris und schreibt dort seinen Gedichtzyklus Spanien im Herzen (España en el corazón).
In dieser Zeit wird Nerudas Dichtung zunehmend politisch. Arbeit und lyrisches Werk verflechten sich.
Trennung von Maria Antonieta Hagenaar Vogelzanz, die mit der Tochter in die Niederlande zurückkehrt, zugunsten von Delia del Carril.
1937 Tritt in Paris dem "World Congress of Antifascist Writers" bei und hält dort eine Rede auf Federico García Lorca. Engagement zugunsten der spanischen Republik mit u.a. der Publikation der Zeitschrift "Los poetas del mundo defienden al pueblo español" (Die Dichter der Welt verteidigen das spanische Volk).
(Gezwungenermaßen) Rückkehr nach Chile und Erstausgabe von Spanien im Herzen (España en el corazón).
1938 Organisiert "Die intellektuelle Allianz von Chile", deren Ziel es ist, antifaschistische Intellektuelle und Künstler zu gemeinsamen politischen, kulturellen und sozialen Bewegungen zusammen zu führen.
Tod seines Vaters und seiner Stiefmutter.
Politisches Engagement für Pedro Aguirre Cerda, den Präsidentschaftskandidaten der Volksfront.
Beginnt seine Arbeit am umfangreichen Gedichtszyklus Der große Gesang (Canto General).
1939 Als chilenischer Konsul für die spanischen Emigranten in Paris organisiert er die Überfahrt spanischer Flüchtlinge nach Chile auf dem umgebauten Frachtschiff »Winnipeg«. Als er Ende des Jahres nach Chile zurückkehrt, ist seine Popularität -abgesehen von seinem lyrischen Werk- vor allem aufgrund seiner Verdienste um die spanischen Flüchtlinge und seiner kontroversen politischen Haltung enorm gestiegen.
1940 Chilenischer Generalkonsul in Mexiko.
Schreibt immer noch am großen Gesang (Canto General) und besucht in diesen und den folgenden Jahren verschiedene Länder Lateinamerikas.
1941 Die Universität von Mexico-Stadt publiziert den Gesang für Bolívar.
1942 Tod seiner kranken Tochter Malva Marina in den Niederlanden (Gouda).
1943 Verschiedene kleinere Publikationen (teilweise privat) und eine Reise in die USA.
Gibt seinen Posten als Generalkonsul in Mexiko auf und kehrt über Panama, Kolumbien, Peru (wo er Lima, Cuzco, Macchu Picchu und Arequipa besucht) nach Chile zurück.
Heiratet seine langjährige Gefährtin Delia del Carril.
1944 Erhält den Lyrik-Preis der Stadt Santiago de Chile.
1945 Erhält den "Nationalen Literaturpreis".
Wahl zum Senator für die nordchilenischen Provinzen Tarapacá und Antofagasta. Eintritt in die Kommunistische Partei Chiles. Reise nach Brasilien.
Schreibt Die Höhen von Macchu Picchu (Alturas de Macchu-Picchu).
1946 Wahlkampfleiter des chilenischen Präsidentschaftskandidaten Gabriel González Videla.
Legalisierung seines Pseudonyms "Pablo Neruda" und Veröffentlichung vom Dritten Aufenthalt (Tercera residencia. 1935-1945).
Erste Begegnung mit Matilda Urrutia in Santiago.
1948 hält am 6. Januar im Senat die Rede "Yo acuso" (Ich klage an) gegen den politischen Kurswechsel des Präsidenten González Videla, woraufhin er als Senator abgesetzt und polizeilich gesucht wird.
Die kommunistische Partei Chiles wird verboten, und Neruda lebt ein Jahr lang im Untergrund, wo die Hauptteile seines großen Gesangs (Canto General) entstehen.
1949 Abenteuerliche Flucht nach Argentinien. Neruda wird bis 1952 im Exil leben und in dieser Zeit zahllose Reisen nach Amerika, Europa und Asien (Indien, Volksrepublik China) unternehmen.
Ernennung zum Mitglied des Weltfriedensrates.
Zieht weiter nach Europa und in die Sowjetunion, kehrt aber Ende des Jahres nach Mexico zurück, um dort an einem lateinamerikanischen Kongress für Unterstützer des Friedens teilzunehmen. In Mexico-Stadt trifft er auch Matilde Urrutia wieder.
1950 Erstausgabe von Der große Gesang (Canto General) in Mexico-Stadt.
Erneute Reise nach Europa (Prag, Paris, Rom) und nach Neu-Delhi, wo er sich mit Nehru trifft.
Erhält zusammen mit Picasso und anderen Künstlern den ersten "Internationalen Friedenspreis".
1952 Nach langen Reisen (Paris, Moskau, Prag, Berlin) und vor allem durch Italien, läßt er sich für einige Zeit mit Matilde Urrutia auf Capri nieder.
Es entstehen Die Verse des Kapitäns (Los versos del capitán) und werden, um seine Frau Delia del Carril nicht mehr als nötig zu verletzen, in Neapel anonym publiziert.
Da sich die politischen Verhältnisse in Chile mittlerweile verändert haben (Wahlverlust von Videlas Volksfront und Aufhebung des Haftbefehls gegen Neruda) kann er aus dem Exil in sein Land zurückkehren und wird dort triumphal gefeiert.
1953 Erhält den Stalinpreis.
Organisiert in Santiago einen kontinentalen Kongreß der Kulturen, an dem u.a. Diego Rivera, Nicolás Guillén und Jorge Amado teilnehmen.
1954 Erstausgabe von Elementare Oden (Odas elementales) und Die Trauben und der Wind (Las uvas y el viento).
Zahlreiche Reisen und Ehrungen - vor allem anläßlich seines 50sten Geburtstages.
1955 Trennung von Delia del Carril und endgültige Verbindung mit Matilde Urrutia, mit der auf Isla Negra (südlich von Valparaiso) in seinem Wintersitz und Refugium lebt.
1956 Erstausgabe von Neue elementare Oden (Nuevas odas elementales).
In dieser Zeit, da die Verbrechen des Stalin-Regimes langsam aufgedeckt werden, kommt es bei Neruda zu einer tiefen Krise und einem daraus resultierenden Umdenken, das sich 1958 im Extravaganzenbrevier (Estravagario) niederschlägt. Er erweitert seine Idee vom Kommunismus um den für ihn unerläßlichen Aspekt der unbedingten geistigen Freiheit und Entfaltung.
1957 Beginnt an 100 Liebessonette (Cien sonetos de amor) zu schreiben.
Verhaftung (aus politischen Gründen (?)) in Buenos Aires, wird aber nach einem Tag mit Hilfe diplomatischer Bemühungen wieder entlassen.
Erneute Reise nach Asien, an die Orte seiner früheren Aufenthalte (Rangún, Colombo u.a.).
Wird zum Präsidenten des chilenischen Schriftstellerverbandes gewählt.
Erstausgabe von Drittes Buch der Oden (Tercer libro de las odas).
1958 Beteiligung am Präsidentschaftswahlkampf für Salvador Allende.
Erstausgabe vom Extravaganzenbrevier (Estravagario).
1959 Längerer Aufenthalt in Venezuela und Treffen mit Fidel Castro.
Erstausgabe von Seefahrt und Rückkehr (Navegaciones y regresos).
1960 Zahlreiche Reisen (Sowjetunion, Polen, Bulgarien, Rumänien, Tschecheslowakei). Ende des Jahres in Kuba, wo Heldenepos (Canción de gesta), das Kuba zudem gewidmet ist, publiziert wird.
1961 Veröffentlichung von Chiles Steine (Las piedras de Chile) und Zeremonielle Gesänge (Cantos ceremoniales).
Ernennung zum korrespondierenden Mitglied des Instituts für Romanische Sprachen der Universität Yale (USA).
Einweihung seines neuen Hauses La Sebastiana in Valparaíso, wo er -abgesehen von seinen vielen Reisen und Aufenthalten auf Isla Negra- bis zu seinem Tode leben wird.
1962 Ernennung zum akademischen Mitglied der Philosophischen Fakultät der Universität von Chile in Santiago.
Wieder Reisen in die Sowjetunion und durch Europa.
Veröffentlichung von Vollmachten (Plenos poderes).
1963 (Artur Lundkvist, Mitglied der schwedischen Akademie und wesentlicher Motor zu Nerudas Kandidatur zum Nobelpreis, gibt bei Bonniers einen ausführlichen Artikel über ihn heraus! <--- wichtige INFO für mich ;))
1964 Zum 60. Geburtstag des Dichters veranstaltet die Chilenische National-Bibliothek eine große Vortragsreihe über sein Werk. Neruda publiziert zu diesem Anlaß das Memorial von Isla Negra (Memorial de Isla Negra), eine dichterische Retrospektive auf sein Leben und persönlichster Gedichtband.
Wiederum aktive Beteiligung am Präsidentschaftswahlkampf für Salvador Allende.
1965 Anfang des Jahres Abreise nach Europa, wo er im Sommer Doktor honoris causa an der Universität von Oxford wird.
Teilnahme an einer Friedenskonferrenz in Helsinki, Weiterreise in die Sowjetunion, erst Ende des Jahres Rückkehr nach Chile.
1966 Berreist die USA. Nimmt als Ehrengast bei einem Meeting des Internationalen P.E.N Clubs teil, erstellt Tonaufnahmen seiner Gedichte für das "Archive of Words" und hält Lesungen.
Legalisiert in Chile seine im Ausland geschlossene Ehe mit Matilde Urrutia.
Veröffentlicht Vogelkunst (Arte de pájaros).
1967 Reisen in Europa.
Publikation und Uraufführung seines einzigen Theaterstücks Glanz und Tod des Joaquin Murieta (Fulgor y muerte de Joaquin Murieta).
1968 Erstausgabe von Die Hände des Tages (Las manos del día).
1969 Erstausgabe von Weltende (Fin del mundo) und No (Aún).
Wird Mitglied der Chilenischen Akademie der Sprache und Doctor Scientiae et Honoris Causa der Katholischen Universität von Chile, was nur wenige Jahre zuvor noch undenkbar gewesen wäre.
Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Kommunistischen Partei Chiles.
1970 Nachdem ein interner Konsens erreicht ist, verzichtet Neruda (wie die anderen Anwärter) auf die Kandidatur zur Präsidentschaft zugunsten des vom Wahlbündnis Unidad Popular favorisierten Sozialisten Salvador Allende. Aktive Wahlkampfbeteiligung.
Reise nach Europa.
Veröffentlichung von Das entflammte Schwert (La espada encendida), Das Beben des Meeres (Maremoto) und Die Steine des Himmels (Las piedras del cielo).
1971 Nach dem Wahlsieg Allendes (der als erster Präsident im Rahmen einer demokratischen Verfassung an die Macht kam) wird Neruda zum Botschafter Chiles in Frankreich ernannt. Reist nach Paris.
Am 21. Oktober erhält er den Nobelpreis für Literatur.
1972 Veröffentlichung von Unfruchtbare Geografie (Geografía infructuosa).
Aus Gesundheitsgründen (Krebsleiden) tritt er Ende des Jahres von seinem Botschafterposten zurück. Bei seiner Rückkehr ehren die Regierung und das chilenische Volk Pablo Neruda im Nationalstadion von Santiago.
Allende ruft wegen sich verschärfender Unruhen den Notstand aus.
1973 Anfang des Jahres ensteht die Streitschrift Anstiftung zur Beseitigung Nixons und Lobrede auf die chilenische Revolution (Incitación al Nixonicidio y Alabanza de la Revolución Chilena), mit der Neruda dazu beitragen will, den drohenden Putsch abzuwenden.
Rückzug in sein Haus auf Isla Negra, wo er trotz seiner Krankheit an seinen Memoiren schreibt.
Am 11. September kommt es zu einem Militärputsch und die demokratische Regierung wird durch die faschistische Pinochet-Junta gestürzt. Salvador Allende kommt dabei zu Tode.
Nach den Ereignissen des 11. Septembers schrieb Neruda sein vermutlich letztes Gedicht. In "Die Satrapen" prangert er die Hintermänner des Putsches -Nixon, Frei und Pinochet- an.

Die Satrapen *

Nixon, Frei und Pinochet,
Bis heute, bis zu diesem
Bittermonat September
des Jahres 1973
Wie Bordaberry, Garrastazu und

Banzer
Gefräßige Hyänen
Unserer Geschichte,
Nagetiere
Die anfressen Fahnen der Einheit
Voll Blut und Feuer
Nun besudelt in ihren Krallen,

Höllisches Raubzeug, Satrapen,
Tausendfache Ausverkäufer
und Ausverkaufte,
Angestachelt
Von den New Yorker Bestien,
Maschinen gierig nach Qualen,
Befleckt von Opferblut
ihrer gemarterten Völker,

Huren der Handelsherren,
so recht nach Amerikas Dufthauch,
Tolle Abfallköder, Halsabschneider,
Pack

Von Bordellpolitikern — Bossen:
Ihr einziges Recht ist die Folter
Und der Hunger, der ihre Völker
Peitscht.

15. September 1973

(* Die Satrapen waren die Statthalter der orientalischen Großkönige, Pinochet und Konsorten die Statthalter des amerikanischen Großkapitals.)

Am 23. September erliegt Neruda in Santiago de Chile seinem Krebsleiden. Nach seinem Tod werden seine Häuser vom Militär geplündert und verwüstet.
Seine Beisetzung (vorübergehend in einem privaten Mausoleum, bald darauf Überführung in ein einfaches Grab des Zentralfriedhofs) gestaltet sich trotz starker Polizeiüberwachung zu einer ersten großen Demonstration gegen den faschistischen Terror.
Die Pinochet-Diktatur endet erst 1990.

1974 Nerudas acht letzte Lyrikbände (in der von ihm vorgegebenen Reihenfoge) Die abgeschnittene Rose (La rosa separada), Garten im Winter (Jardín de invierno), 2000 (2000), Das gelbe Herz (El corazón amarillo), Buch der Fragen (Libro de las preguntas), Elegie (Elegía), Das Meer und die Glocken (El mar y las campanas), Ausgewählte Mängel (Defectos escogidos) und seine Memoiren Ich bekenne, ich habe gelebt (Confieso que he vivido) werden in Buenos Aires posthum publiziert. In Chile sind die Bücher verboten.
1978 Veröffentlichung der Prosaschriften Um geboren zu werden (Para nacer he nacido).
1980 Die verloren geglaubten Jugendgedichte Die Schulhefte von Temuco/ Balladen von den blauen Fenstern (Cuadernos de Temuco. 1919/20) tauchen auf.
Veröffentlichung von frühen Prosa- und Lyrikstücken Der unsichtbare Fluß (El río invisible).
1992 Erst jetzt -nach Ende der Pinochet-Diktatur (1990)- wird Nerudas Wunsch, auf Isla Negra mit dem Angesicht zum Meer bestattet zu werden, feierlich erfüllt.
1996 Erstausgabe von Die Schulhefte von Temuco/ Balladen von den blauen Fenstern (Cuadernos de Temuco. 1919/20).
* hauptquellen :

Universidad de Chile
Neruda foundation
luchterhand
(diese chronologie
gibt´s in jedem
gedichtband gratis
hintendrauf ^^;)
Cronología
...und...
verstreute splitter
aus dem netz!

übersicht erhaltener auszeichnungen und preise:

1921 : Hauptpreis der nationalen chilenischen Studentenföderation
1941 : Doktor Honoris Causa an der Universität von Michoacan-Mexico
1944 : Lyrik-Preis der Stadt Santiago de Chile
1945 : Nationaler Literaturpreis
1946 : Madaille Aguila Azteca der Mexicanische Regierung
1950 : Internationalen Friedenspreis der UdSSR
1953 : Stalinpreis
1965 : Doktor honoris causa an der Universität von Oxford
1966 : Medaille Sol del Peru
1966 : Sonderpreis "Atenea" der Universität von Concepción
1967 : Internationale Literaturpreis von Viaregio (Italien)
1968 : Sondermitglied der Nordamerikanische Akademie der Kunst und Sprache
1969 : Mitglied der Chilenische Akademie der Sprache
1969 : Doctor Scientiae et Honoris Causa de Catholische Universität von Chile
1971 : Nobelpreis für Literatur
1972 : Miembro del Consejo Consultivo de la Unesco



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und distanziert sich zur sicherheit
von allem *g